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Buntbrachen, Rotationsbrachen, Saum auf Ackerland



Beschreibung:
Ökoflächen im Ackerland sind wertvolle Oasen. Die meist sehr intensiv genutzten Ackerfläche sind arm an natürlichen Strukturen. Typische Ackerlandbewohner wie der Feldhase oder die Feldlerche leiden darunter.
Brachen und Säume werden mit speziellem Saatgut angesät. Während die Säume jedes Jahr zur Hälfte gemäht werden, ist die Bewirtschaftung der Brachen auf die Unkrautbekämpfung beschränkt. Eine Mahd der Hälfte der Brache ist allerdings erlaubt, dadurch gehen jedoch meistens die charakteristischen Pflanzen zurück und ein monotoner Grasbestand stellt sich ein.
Innert einiger Jahren entstehen so stark belebte Flächen. Viele Ameisen, Käfer, Spinnen und Vögel tummeln sich in diesen Elementen. Die Tiere profitieren einerseits von der schonenden Bewirtschaftung. Andererseits bietet die spezielle Flora ein reiches Angebot an Blüten und Samen. Gut können Vögel, etwa Distelfinken, beobachtet werden, wenn sie auf den Karden sitzen und die Samen aus den Köpfen picken.

Bundesrichtlinien:
Ansaat mit mit empfohlener Saatmischung
keine Düngung
Säuberungsschnitt nach der Ansaat erlaubt
Schnitt bei Unkrautproblemen erlaubt. Schnitt zwischen 1.10 und 15.3, bei Buntbrachen erst ab dem zweiten Standjahr.
Saum auf Ackerland; Hälfte des Saumes muss alternierend jährlich in Längsrichtung geschnitten werden
Verpflichtungsdauer mindestens 2 Jahre (Rotationsbrachern mindestens 1 Jahr)
Verpflichtungsdauer maximal 8 Jahre bei Buntbrachen und 3 Jahre bei Rotationsbrachen

Bedingungen für einen kantonalen Vertrag:
Saatgut "Vollversion" muss verwendet werden
Vernetzender Standort der Elemente: nicht entlang von Waldrändern oder Strassen
Vertragsdauer 6 Jahre. Rotationsbrachen müssen mindestens einmal den Standort wechseln.
Maximalbreite von 25 Metern, 15m bei Säumen
«Mehr Biodiversität stabilisiert das landwirtschaftliche Produktionssystem und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge. Davon profitieren die Bauern und die Artenvielfalt. Das ist das Ziel des kantonalen Förderprogramms.»

Lukas Kilcher,
Leiter landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

«Biodiversität ist Leben – deshalb brauchen wir ökologisch produzierte Lebensmittel.»

Suzanne Oberer,
Präsidentin BNV

«Ökologische Leistungen müssen professionell erbracht werden und dürfen die Lebensmittelproduktion nicht nachteilig beeinflussen.»

Susanne Strub, Landrätin und Bäuerin