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Extensiv genutzte Weiden



Beschreibung:
Extensiv genutzte Weiden werden, ähnlich wie die extensiv genutzten Wiesen, nicht gedüngt. Diese Flächen werden nicht gemäht, sondern ausschliesslich mit Tieren beweidet, üblicherweise mit Kühen. Das Mähen ist nur bei Aufkommen von Problempflanzen oder zu starker Verbuschung sinnvoll. Die Beweidung erlaubt es Kleinstrukturen in der Fläche zu belassen, da diese hier nicht im Weg stehen. Bei Mähwiesen werden solche Objekte häufig als Hindernisse wahrgenommen und entfernt.
Kleinstrukturen insbesondere einzelne Sträucher oder Strauchgruppen sind aber wichtige ökologische Nischen. Hier leben Tiere, welche das Offenland meiden. Auch zahlreiche Vögel brüten in Buschgruppen. Auf Stein- und Asthaufen sind Eidechsen und andere Reptilien anzutreffen. Wiesel und Hermeline sind ebenfalls bekannt dafür, dass sie sich fast ausschliesslich in solchen Strukturen aufhalten.
Aber auch viele andere Pflanzen wie die Silberdistel können auf Weiden aufkommen, da sie von den Tieren gemieden werden und nicht durch das Mähen beeinträchtigt werden. Durch die Hufe von den Weidetieren entstehen lückige Stellen in der Vegetation, welche für die Fortpflanzung seltener einjähriger Pflanzen, wie die Enziane, günstig sind.

Bundesrichtlinien:
Keine Düngung ausser durch die Weidetiere
Keine Zufütterung auf der Weide erlaubt

Bedingungen für einen kantonalen Vertrag:
Pflanzenzusammensetzung entspricht zumindest auf einer Teilfläche einem Mindeststandard
Mehr zu den Indikatorpflanzen
Zudem bestehen ca. 5% der Fläche aus Kleinstrukturen
"Die Biodiversität und die Produktion von Nahrungsmitteln widersprechen sich nicht. Auch auf den Ökoflächen produzieren wir hervorragende Nahrungsmittel, einfach ein bisschen weniger."

Jürg Gysin, Landwirt
«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland
 Danke, dass es den "Oekoausgleich" gibt. Denn wenn Vielfalt Einfalt ersetzt, dann gewinnen alle dabei.

Daniel Zwygart, Biologielehrer und Präsident NVVZ