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Getreide in weiter Reihe

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Bild stammt aus dem Buch "Felhasen Fördern funktioniert" von Darius Weber

Beschreibung:
Im Ackerland werden die Bedingungen für wildlebende Tiere und Pflanzen rauher. Die heutigen effizienten Produktionstechniken, lassen nur wenig Platz und Licht für Beikräuter, auch die einst sehr häufigen Feldhasen und Feldlerchen sind nur noch selten anzutreffen.
Gründe dafür liegen in der stark mechanisierten und äusserst sauberen Bewirtschaftung. Zwischen Umpflügen eines Ackers und Ernten der neuen Kultur werden unzählige Behandlungen mit Eggen, Walzen und Spritzen durchgeführt. Mehrfache Behandlungen im Frühjahr erschweren das Brutgeschäft von Tieren in den Fahrgassen oder in den Grenzbereichen zweier Kulturen. Dazu kommt, dass spontane Beikräuter im chemisch oder mechanisch entfernt werden und darunter auch seltene Blumen und wertvolle Futterpflanzen. Weiter stehen die Kulturen häufig sehr dicht, was die Durchlässigkeit der Äcker für Tiere vermindert und nur wenig Licht auf den Boden fällt.

Bedingungen für eine kantonalen Vertrag:
Fläche muss in einem der Ackerbaugebiete gemäss Vernetzungsprojekt liegen! (diese sind in dieser Karte rot gekennzeichnet)

Lückige Saat: Es werden alternierend drei Reihen gesät und zwei Saatreihen verbleiben ungesät. Die ungesäten Reihen müssen mindestens 30 cm breit sein.
Mindestgrösse: 20 Aren
Mindesbreite: 20 Meter
Nicht an vielbefahrenen Strassen
Düngung und Pflanzenschutz sind erlaubt gemäss DZV
-> Option Herbizidverzicht: Vor allem bei Feldlerchenvorkommen wird empfohlen auf den Einsatz von Herbizid zu verzichten. Eine mechanische Unkrautbekämpfung darf zwischen 1. Oktober und 15. März durchgeführt werden. Diese Option wird zusätzlich vergütet.



«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland
«Ökologische Leistungen müssen professionell erbracht werden und dürfen die Lebensmittelproduktion nicht nachteilig beeinflussen.»

Susanne Strub, Landrätin und Bäuerin
«Biodiversität ist Leben – deshalb brauchen wir ökologisch produzierte Lebensmittel.»

Suzanne Oberer,
Präsidentin BNV