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Hecken



Beschreibung:
Hecken sind häufig Relikte aus der Vergangenheit. Sie wurden an den Parzellengrenzen angelegt oder aufkommende Büsche wurden nicht entfernt, da sie nicht störten.
Hecken sind oft langgezogene Gebüschstreifen. Sie durchqueren offene Landschaften und dienen so auch scheuen Tieren als Wegweiser. Sie können so geschützt bleiben und sich trotzdem über weitere Strecken fortbewegen.
Ausserdem sind in Hecken oft Lesesteinhaufen oder Asthaufen zu finden. Auf diesen können Reptilien sich aufwärmen aber auch Hermelin und Mauswiesel verstecken sich gerne darin oder ziehen dort ihre Jungen auf.
In der heutigen Landwirtschaft werden Hecken oft als Hindernis empfunden, sie stehen einer rationellen, maschinellen Bewirtschaftung der Flächen im Weg und werfen Schatten auf die Felder. Um die Hecken zu erhalten oder Neupflanzungen zu fördern werden diese Elemente unterstützt.

Bundesrichtlinien:
Die Büsche müssen sachgerecht mindestens alle 8 Jahre geschnitten werden. Der Schnitt erfolgt abschnittsweise und auf maximal einem Drittel der Fläche.
Beidseitig an die Büsche grenzt ein Krautsaum an, der 3-6m breit ist.

Bedingungen für einen kantonalen Vertrag:
Grosse Artenvielfalt der Büsche, pro 10 Laufmeter sind mindestens 5 Straucharten vorhanden, mindestens 20% der Büsche sind dornentragend.
Der Krautsaum ist mindestens 4m breit. Liegt die Hecke an der Parzellengrenze ist ein einseitiger Krautsaum möglich,ansonsten ist ein beidseitiger Krautsaum nötig.
Der Saum wird einmal jährlich alternierend zur Hälfte geschnitten. Frühester Schnitttermin ist der 15.Juli.

Mögliche weitere Bewirtschaftungsauflagen:
Auf Ackerland angelegte Hecken erhalten in der ersten Vertragsperiode (8 Jahre) einen zusätzlichen Beitrag.
"Die Biodiversität und die Produktion von Nahrungsmitteln widersprechen sich nicht. Auch auf den Ökoflächen produzieren wir hervorragende Nahrungsmittel, einfach ein bisschen weniger."

Jürg Gysin, Landwirt
 Danke, dass es den "Oekoausgleich" gibt. Denn wenn Vielfalt Einfalt ersetzt, dann gewinnen alle dabei.

Daniel Zwygart, Biologielehrer und Präsident NVVZ
«Ökologische Leistungen müssen professionell erbracht werden und dürfen die Lebensmittelproduktion nicht nachteilig beeinflussen.»

Susanne Strub, Landrätin und Bäuerin