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Dost (Oregano), Origanum vulgare
Photo: Dost, Origanum vulgare
Wuchshöhe: 20 bis 70 cm
Stängel: aus einem oft etwas holzigen Rhizom (Sprossachsensystem), aufrecht, vierkantig, von Grund an gabelig verzweigt, mit leichter Behaarung
Laubblätter: gegenständig am Stängel, länglich-eiförmig, meist spitzig auslaufend, manchmal an den Rändern behaart
Blüten: fünfblättrig, rosaviolett, selten weisslich, zu einer glockenförmigen Kronröhre verwachsen
Blütezeit: Juli bis September
Bestäubung: durch Insekten, insbesondere durch Honigbienen, aber auch von zahlreichen Schmetterlingen.
Früchte: länglich-ovale Nüsschen in Form einer Klausenfrucht
Ausbreitung: als Ballonflieger mit dem Wind, vegetativ durch unterirdische Ausläufer
Standorte:
sonnige, trockene Standorte, auf Trockenwiesen, in Brachen und entlang von Gebüschen und Waldrändern
Diverses: Charakteristisch ist der ausgeprägte, herb aromatische Duft und Geschmack des Dosts. Als Würzmittel ist er mindestens seit 300 bis 400 Jahren im Gebrauch. Im Mittelalter wurde er als wichtige Abwehrpflanze gegen Hexen und Dämonen eingesetzt und bis ins 20. Jahrhundert hinein in Pflanzenbüchern als Heil-, Zauber- und Färbepflanze genannt. Tatsächlich wurde Dost bereits bei den Griechen zur Geburtsbeschleunigung und zur Heilung von Hämorrhoiden eingesetzt.
In der modernen Pflanzenheilkunde findet der gewöhnliche Dost eher selten Verwendung.
Oregano-Öl zählt aufgrund seines sehr hohen Gehalts an Phenolen in der Aromatherapie als effektiv gegen Bakterien. Nachgewiesen werden konnte weiterhin eine positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der oberen Atemwege. Der Inhaltsstoff Carvacrol wirkt entzündungshemmend.
"Die Biodiversität und die Produktion von Nahrungsmitteln widersprechen sich nicht. Auch auf den Ökoflächen produzieren wir hervorragende Nahrungsmittel, einfach ein bisschen weniger."

Jürg Gysin, Landwirt
«Mehr Biodiversität stabilisiert das landwirtschaftliche Produktionssystem und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge. Davon profitieren die Bauern und die Artenvielfalt. Das ist das Ziel des kantonalen Förderprogramms.»

Lukas Kilcher,
Leiter landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

«Biodiversität ist Leben – deshalb brauchen wir ökologisch produzierte Lebensmittel.»

Suzanne Oberer,
Präsidentin BNV