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Habermark (Wiesen-Bocksbart), Tragopogon pratensis
Photo: Habermark, Tragopogon orientalis
Wuchshöhe: 30 bis 70 cm
Stängel: aus einer fleischigen Pfahlwurzel, glatt, innen hohl, mit Milchsaft
Laubblätter: bis zu 50 cm lang, grasartig, schmal linealisch und spitz zulaufend, mit weissem Streifen in der Blattmitte, den Stängel jeweils hälftig umfassend, häufig ab der Mitte abwärts gebogen oder geknickt
Blüten: gelbe Zungenblüten, von acht spitzen Hüllblättern eingefasst
Blütezeit: Mai bis Juli
Bestäubung: Bienen, Schmetterlinge, Hummelschweber, Selbstbestäubung
Früchte: Achänen, geschnäbelt, hängen je an einem bräunlichen, federigen Pappus ("Schirmchen").
Ausbreitung: Wind, seltener durch Wasser oder Wildtiere
Standorte: an mässig trockenen, nicht zu mageren Standorten, häufig auf Fromentalwiesen
Diverses: Die Blüten des Habermarks sind meist nur vormittags und nur bei schönem Wetter geöffnet. Die welken Blüten ragen aus den zusammengefallenen Hüllblättern und erinnern so an das Aussehen eines „Ziegenbarts“. Daher rührt der Name der Pflanze.
Alle Teile des Habermarks sind essbar. Der junge Pflanzentrieb kann als Gemüse verwendet werden und erinnert gekocht an Spargel. Die Wurzel kann ähnlich wie Schwarzwurzel zubereitet werden, während sich die Blätter sich roh oder gekocht verwenden lassen.
«Mehr Biodiversität stabilisiert das landwirtschaftliche Produktionssystem und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge. Davon profitieren die Bauern und die Artenvielfalt. Das ist das Ziel des kantonalen Förderprogramms.»

Lukas Kilcher,
Leiter landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

«Ökologische Leistungen müssen professionell erbracht werden und dürfen die Lebensmittelproduktion nicht nachteilig beeinflussen.»

Susanne Strub, Landrätin und Bäuerin
"Die Biodiversität und die Produktion von Nahrungsmitteln widersprechen sich nicht. Auch auf den Ökoflächen produzieren wir hervorragende Nahrungsmittel, einfach ein bisschen weniger."

Jürg Gysin, Landwirt