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Herbstzeitlose, Colchicum autumnale
Photo: Herbstzeitlose, Colchicum autumnale
Wuchshöhe: 8 bis 30 cm
Laubblätter: schmal, länglich-lanzettlich, in grundständiger Rosette, erscheinen im Frühjahr
Blüten: meist 6 Blütenblätter, blassrosa bis violett, selten weiss, zu langer Röhre verwachsen
Die Blüten ähneln denen des Krokus, erscheinen aber im Herbst.
Blütezeit: September bis Oktober
Bestäubung: Bienen, Fliegen
Früchte: Kapselfrucht, schwillt mit der Reife blasig auf, erscheint erst im Frühjahr
Ausbreitung: Ameisen, Wind
Standorte: feuchte, eher nährstoffreiche Wiesen, warme Böschungen, nicht ungeschützt dem Wind ausgesetzt
Diverses: Die Herbstzeitlose ist giftig. Sie enthält unter anderem das Alkaloid Colchicin, das in unterschiedlichen Mengen in der ganzen Pflanze enthalten ist. Rind und Schaf erweisen sich jedoch mit der Zeit als weniger empfindlich, denn Wiederkäuer können eine Resistenz gegen Colchicin entwickeln.
Das Alkaloid zerfällt nicht mit dem Trocknen, so dass es auch im Heu noch enthalten ist.
Colchicin ist aber nicht nur schädlich. Es wird in der Pflanzenzucht zur Vergrösserung von Zuchtpflanzen eingesetzt und gilt in der Medizin immer noch als eines der besten Mittel gegen akute Gicht. Ein weiteres Alkaloid der Herbstzeitlose wird in der Krebstherapie eingesetzt.
«Biodiversität ist Leben – deshalb brauchen wir ökologisch produzierte Lebensmittel.»

Suzanne Oberer,
Präsidentin BNV

«Ökologische Leistungen müssen professionell erbracht werden und dürfen die Lebensmittelproduktion nicht nachteilig beeinflussen.»

Susanne Strub, Landrätin und Bäuerin
«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland