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Knolliger Hahnenfuss, Ranunculus bulbosus

Wuchshöhe: 10 bis 50 cm
Stängel: aufrecht, behaart, am Grund (meist im Boden) knollig verdickt
Laubblätter: tief drei- bis fünfspaltig oder -lappig, Grundblätter dreizählig mit gestielter Endfieder
Blüten: auf meist deutlich gefurchten Stielen, goldgelb, die fünf Kelchblätter der Blüte sind zu-rückgeklappt und an der Aussenseite behaart (gutes Erkennungsmerkmal)
Blütezeit: Mai bis Juli
Bestäubung: Fliegen, Schwebefliegen, Bienen
Früchte: am Rand gekielte Nüsschen mit kurzem, leicht gekrümmtem Schnabel
Ausbreitung: Vieh (v.a. Rinder, Kühe etc.), Wind
Standorte: magere, trockene oder wechseltrockene Wiesen, Raine
Diverses: Die Sprossknolle, sowie die mehr oder weniger fleischigen Wurzeln speichern Nährstoffe und dienen als Überdauerungsorgane.
Wie alle Hahnenfussgewächse enthält auch der Knollige Hahnenfuss das Toxin Protoanemonin, welches bei Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten zu Rötung, Juckreiz bis hin zu Blasen-bildung auf der Haut führen kann (Hahnenfussdermatitis). Bei der inneren Aufnahme kann es zu Erbrechen, Durchfall und Schwindelanfällen, aber auch zu Krämpfen und Lähmungser-scheinungen kommen. Das Protoanemonin ist jedoch lediglich im frischen Pflanzensaft enthalten und zerfällt schon nach kurzer Zeit in das ungiftige Anemonin. Daher kann die Pflanze bedenkenlos im Heu an das Vieh verfüttert werden.
In der Homöopathie wird der Knollige Hahnenfuss gegen Heuschnupfen, Hautausschläge mit viralem Ursprung und diverse Schmerzen eingesetzt.
«Mehr Biodiversität stabilisiert das landwirtschaftliche Produktionssystem und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge. Davon profitieren die Bauern und die Artenvielfalt. Das ist das Ziel des kantonalen Förderprogramms.»

Lukas Kilcher,
Leiter landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

"Die Biodiversität und die Produktion von Nahrungsmitteln widersprechen sich nicht. Auch auf den Ökoflächen produzieren wir hervorragende Nahrungsmittel, einfach ein bisschen weniger."

Jürg Gysin, Landwirt
«Biodiversität ist Leben – deshalb brauchen wir ökologisch produzierte Lebensmittel.»

Suzanne Oberer,
Präsidentin BNV