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Kohldistel, Cirsium oleraceum
Photo: Kohldistel, Cirsium oleraceum
Wuchshöhe: 50 bis 170 cm
Stängel: aufrecht
Laubblätter: weich, nicht stechend, die oberen meist ungeteilt, herzförmig und stängelumfassend, die unteren lappig fiederspaltig
Blüten: blassgelbe Röhrenblüten, in körbchenförmigen Blütenständen, an den Stängelenden knäuelig zusammenstehend
Blütezeit: Juni bis Oktober
Bestäubung: Schmetterlinge, Hummeln
Früchte: Achänen mit Pappus ("Schirmchen")
Ausbreitung: Wind, Wasser, teilweise durch Vögel (v.a. Finken, Meisen, Hänfling und Kreuz-schnäbel)
Standorte: feuchte, mässig nährstoffreiche Wiesen, Gräben
Diverses: Die Kohldistel ist ein sehr wertvoller Nektar- und Pollenspender. Sie tritt manchmal massenhaft auf, wenn sie durch Düngung und Nährstoffanreicherung infolge von Umweltver-schmutzung „gefördert“ wird.
In Osteuropa und Sibirien, gelegentlich auch in Mitteleuropa, wird sie als Gemüsepflanze genutzt. In Japan und Indien wird sie zu diesem Zweck sogar angebaut.
Die Blätter und der „Wurzelstock“ werden gegart gegessen. Der „Wurzelstock“ ist reich an Inulin (Reservestoff in Pflanzen, ähnlich der Stärke).
Der Name "Cirsium" kommt vom Griechischen kirsos, was "geschwollene Ader/Vene" bedeutet. Tatsächlich wurden Cirsium-Arten als Heilmittel gegen geschwollene Venen eingesetzt.
«Mehr Biodiversität stabilisiert das landwirtschaftliche Produktionssystem und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge. Davon profitieren die Bauern und die Artenvielfalt. Das ist das Ziel des kantonalen Förderprogramms.»

Lukas Kilcher,
Leiter landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland
"Für unseren Betrieb ist die Biodiversität mittlerweile zu einem wichtigen Betriebszweig geworden. Diese Produktionsform ergänzt sich ausserdem sehr gut mit den anderen Betriebszweigen."

Rolf Schaffner, Bio- Landwirt