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Kohldistel, Cirsium oleraceum
Photo: Kohldistel, Cirsium oleraceum
Wuchshöhe: 50 bis 170 cm
Stängel: aufrecht
Laubblätter: weich, nicht stechend, die oberen meist ungeteilt, herzförmig und stängelumfassend, die unteren lappig fiederspaltig
Blüten: blassgelbe Röhrenblüten, in körbchenförmigen Blütenständen, an den Stängelenden knäuelig zusammenstehend
Blütezeit: Juni bis Oktober
Bestäubung: Schmetterlinge, Hummeln
Früchte: Achänen mit Pappus ("Schirmchen")
Ausbreitung: Wind, Wasser, teilweise durch Vögel (v.a. Finken, Meisen, Hänfling und Kreuz-schnäbel)
Standorte: feuchte, mässig nährstoffreiche Wiesen, Gräben
Diverses: Die Kohldistel ist ein sehr wertvoller Nektar- und Pollenspender. Sie tritt manchmal massenhaft auf, wenn sie durch Düngung und Nährstoffanreicherung infolge von Umweltver-schmutzung „gefördert“ wird.
In Osteuropa und Sibirien, gelegentlich auch in Mitteleuropa, wird sie als Gemüsepflanze genutzt. In Japan und Indien wird sie zu diesem Zweck sogar angebaut.
Die Blätter und der „Wurzelstock“ werden gegart gegessen. Der „Wurzelstock“ ist reich an Inulin (Reservestoff in Pflanzen, ähnlich der Stärke).
Der Name "Cirsium" kommt vom Griechischen kirsos, was "geschwollene Ader/Vene" bedeutet. Tatsächlich wurden Cirsium-Arten als Heilmittel gegen geschwollene Venen eingesetzt.
 Danke, dass es den "Oekoausgleich" gibt. Denn wenn Vielfalt Einfalt ersetzt, dann gewinnen alle dabei.

Daniel Zwygart, Biologielehrer und Präsident NVVZ
«Mehr Biodiversität stabilisiert das landwirtschaftliche Produktionssystem und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge. Davon profitieren die Bauern und die Artenvielfalt. Das ist das Ziel des kantonalen Förderprogramms.»

Lukas Kilcher,
Leiter landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

"Die Biodiversität und die Produktion von Nahrungsmitteln widersprechen sich nicht. Auch auf den Ökoflächen produzieren wir hervorragende Nahrungsmittel, einfach ein bisschen weniger."

Jürg Gysin, Landwirt