X
Cookies (kleine Gedächtnisdateien) stellen den reibungslosen Ablauf unseres Services sicher. Wenn Sie biodiversitaet-bl.ch nutzen, akzeptieren Sie den Einsatz von Cookies.
 
Orchideen

Von den über 60 Orchideen-Arten, die es in der Schweiz gibt, kommt ca. ein Drittel auch im Baselbiet vor.

Weisses Breitkölbchen (Platanthera bifolia)

Wuchshöhe: 20 bis 50 cm
Laubblätter: über dem Grund zwei bis zu 15 cm lange, eilanzettliche Blätter, oben am Stängel nochmals 1 bis 4 kleine, lanzettliche Blätter
Blüten: weiss, manchmal grünlich überlaufen, locker am Stängel sthend, duftend
Blütezeit: Mai bis Juli
Standorte: wechselfeuchte, magere Wiesen

Grünliches Breitkölbchen (Platanthera chlorantha)
Photo: Breitkölbchen, Plathantera chlorante
Wie Weisses Breitkölbchen, Blüten aber grünlich-weiss und kaum duftend.

Langspornige Handwurz (Gymnadenia conopsea)
Photo: Handwurz, Gymnadenia conopse
Wuchshöhe: 20 bis 50 cm
Laubblätter: lanzettlich, 5 bis 20 mm breit
Blüten: violettrot, manchmal lila bis weisslich, wohlriechend, mit dünnem, sichelförmig abwärts gebogenem Sporn, in relativ dichtem Blütenstand stehend
Blütezeit: Mai und Juni.
Standorte: wechselfeuchte Wiesen, trockene Weiden, auf eher sauren Böden

Knabenkräuter (Dactylorhiza & Orchis spec.)
Photo: Kleines Knabenkraut, Orchis morio
Wuchshöhen: 20 bis 60 cm
Laubblätter: in einer Rosette am Stängelgrund, bei gewissen Arten mit Fleckenmuster
Blüten: weiss, blass-rosa bis pink oder purpurn, in dichten Trauben
Blütezeit: Mai bis Juli
Standorte: auf mageren, je nach Art trockenen oder feuchten Wiesen.
Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata), Breitblättriges Knabenkraut (D. majalis), Kleines Knabenkraut (Orchis morio), Schwärzliches Knabenkraut (O. ustulata), Helm-Knabenkraut (O. militaris), Männliches Knabenkraut (O. mascula)

Kugelorchis (Traunsteinera globosa)
Photo: Kugelorchis, Traunsteinera globosa
Wuchshöhe: 25 bis 50 cm
Laubblätter: lanzettlich, bläulich-grün, aufrecht am Stängel stehend
Blüten: rosa, in einem dichten Blütenstand, der anfangs pyramidenförmig, später halbkugelig bis eiförmig ist.
Blütezeit: Juni bis Juli
Standorte: auf frischen Kalkmagerrasen und mageren Bergwiesen

Ragwurzarten (Ophrys spec.)
Photo: Hummel-Ragwurz, Ophrys holosericea
Wuchshöhen: 10 bis 40 cm
Laubblätter: in grundständiger Rosette, manchmal weitere kleinere Blätter am Stängel
Blüten: relativ gross und auffällig, in lockerer, wenigblütiger Traube. Die Lippe einer Blüte ahmt ein weibliches Insekt nach, inklusive der entsprechenden Duftstoffe. Dadurch werden männliche Insekten angelockt, die dann die Blüten beim Kopulationsversuch die Orchideenblüten bestäuben. Blütenform und Duftstoffe sind sehr spezifisch.
Blütezeit: April/Mai bis Juni/Juli
Standorte: (alle hiesigen Ragwurz-Arten) kalkhaltige Böden trockener Magerwiesen
Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera), Spinnen-Ragwurz (O. sphegoides), Hummel-Ragwurz (O. holosericea), Fliegen-Ragwurz (O. insectifera)

Spitzorchis (Anacamptis pyramidalis)
Photo: Spitzorchis, Anacamptis pyramidalis
Wuchshöhe: 10 bis 60 cm
Laubblätter: lanzettlich, nach oben kleiner werdend
Blüten: karminrot bis rosa, dicht stehend, in kegel- bis länglich eiförmigem Blütenstand stehend
Blütezeit: Juni und Juli
Standorte: trockene Magerwiesen und Weiden mit basischen Böden

Herbst-Wendelähre (Spiranthes spiralis)
Photo: Herbst-Wendelähre, Spiranthes spiralis
Wuchshöhe: 10 bis 30 cm
Stängel: um die eigene Achse gedreht
Laubblätter: klein, spitz, schuppenartig, den Stängel umfassend, am Grunde eine Rosette von länglich-elliptischen Blättern
Blüten: weisslich, aussen grünlich
Blütezeit: August bis Oktober
Standorte: Trockenwiesen, moorige Waldwiesen

Grosses Zweiblatt (Listeria ovata)
Photo: Zweiblatt, Listera ovata
Wuchshöhe: 20 bis 50 cm
Laubblätter: über dem Boden zwei breit-eiförmige, derbe Blätter
Blüten: grün, in einer langen, 20- bis 40-blütigen Traube
Blütezeit: Mai bis Juli
Standorte: halbschattige, feuchte Wiesen und Weiden mit neutralen bis leicht sauren Böden

Diverses: Die oberirdischen Teile der meisten Orchideen sind schwach giftig, werden aber im frischen Zustand vom Vieh gemieden.
Die Samen sind meist winzig und nur etwa ein Millionstel Gramm schwer. Sie sind aufgrund der kaum vorhandenen Energie, die ein Same zum Wachsen benötigt, kurz nach der Keimung auf spezifische Pilze (Mykorrhizen) angewiesen, die die benötigten Nährstoffe aus dem Erdreich beziehen können. Es handelt sich hierbei nicht um eine eigentliche Symbiose, wie das bei Mykorrhizen sonst der Fall ist, sondern eher um Parasitismus.
 Danke, dass es den "Oekoausgleich" gibt. Denn wenn Vielfalt Einfalt ersetzt, dann gewinnen alle dabei.

Daniel Zwygart, Biologielehrer und Präsident NVVZ
«Mehr Biodiversität stabilisiert das landwirtschaftliche Produktionssystem und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge. Davon profitieren die Bauern und die Artenvielfalt. Das ist das Ziel des kantonalen Förderprogramms.»

Lukas Kilcher,
Leiter landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland