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Schlüsselblumen, Primula veris und Primula elatior
CREATOR: gd-jpeg v1.0 (using IJG JPEG v62), quality = 100
Wuchshöhe: 10 und 30 cm
Stängel: aufrecht
Laubblätter: eiförmig, runzlig, kurz behaart, in grundständiger Blattrosette
Blüten:
goldgelb, mit kleinem, orangem Fleck (Saftmal) auf der Innenseite, Kelch aufgeblasen und kantig (Wiesen-Sch.), hellgelb, Kelch kantig, aber nicht aufgeblasen (Wald-Sch.)
Blütezeit: März/April bis Mai
Bestäubung: langrüsslige Insekten (Hummeln, Schmetterlinge, Falter)
Früchte: klein, mit winzigen Bläschen an der Oberfläche, in Kapseln
Ausbreitung: Austrocknungsstreuer. Die Zähnchen an den Kapselspitzen rollen sich bei trockenem Wetter zurück und die Samen können ausgestreut werden. Bei feuchtem Wetter krümmen sich die Kapselzähne wieder nach innen – die Kapsel ist verschlossen.
Standorte: kalkreiche, magere Böden, auf trockenen Wiesen und an Börtern mit viel Licht (Wiesen-Sch.), feuchte, schattige Standorte, wie feuchte Wiesen, Wälder und Gebüsche (Wald-Sch.)
Diverses: Die Frühlings-Schlüsselblume (P. veris) und die Wald-Schlüsselblume (P. elatior) sehen sich sehr ähnlich, wachsen aber an unterschiedlichen Standorten. Nebst dem Standort bieten die Blüten Unterscheidungsmerkmale.
Beide Arten sind zum Keimen auf Kälte angewiesen (Kältekeimer).
Die Frülings-Schlüsselblume dient mehreren Schmetterlingsraupen als Futterpflanze, unter anderem der Raupe des Schlüsselblumen-Würfelfalters (Hamearis lucina).
In der Pflanzenheilkunde werden Blüten und Rhizome („Wurzeln“) beider Arten gegen Husten, Bronchitis und andere Erkältungskrankheiten eingesetzt. Gelegentlich kommen sie in der Volksmedizin auch noch zur Linderung von Gicht und Neuralgien, sowie als Herztonikum zum Einsatz. Vom Sammeln grösserer Mengen sollte man jedoch absehen, da die meisten Bestände an ihren Standorten gefährdet sind.
In der nordischen Mythologie zählte die Schlüsselblume zu den Pflanzen, die von Elfen und Nixen geliebt und beschützt wurden.
Ausserdem soll der Pflanze in der Volkssage "Die Schlüsseljungfrau" von einer Jungfrau die Gabe verliehen worden sein, verborgene Schätze aufzuspüren. Daher wohl der Name Schlüsselblume.
«Biodiversität ist Leben – deshalb brauchen wir ökologisch produzierte Lebensmittel.»

Suzanne Oberer,
Präsidentin BNV

«Ökologische Leistungen müssen professionell erbracht werden und dürfen die Lebensmittelproduktion nicht nachteilig beeinflussen.»

Susanne Strub, Landrätin und Bäuerin
«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland