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Spierstaude (Mädesüss, Moor-Geissbart), Filipendula ulmaria
Photo: Spierstaude, Filipendula ulmaria
Wuchshöhe: bis zu 2 m
Stängel: rötlich, verzweigen sich erst im oberen Teil
Laubblätter: dunkelgrün, gefiedert, stark geadert, auf der Unterseite mit weissem Flaum. Sie riechen süsslich, wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt.
Blüten: klein, gelblich-weiss, in einer auffälligen Spirre angeordnet, während der Blütezeit stark duftend
Blütezeit: Juni bis August
Bestäubung: Bienen, Pollen fressende Fliegen, Schwebfliegen, Käfer
Früchte: ca. 6 bis 8 Nüsschen pro Blüte, welche die lediglich 1 mm langen Samen enthalten. Die Nüsschen stehen so nahe zusammen, dass sie den Eindruck einer einzigen Frucht vermitteln.
Ausbreitung: Wind, Wasser, Tiere
Standorte: entlang von Bächen, feuchten Gräben, auf feuchten Wiesen, oft in dichten Beständen
Diverses: Mit dem Reifeprozess erhöht sich der Lufteinschluss in den Nüsschen, wodurch sie schwimmen, respektive durch den damit verbundenen Gewichtsverlust besser vom Wind weggetragen werden können. Die reifen Nüsschen werden jedoch nicht sofort, sondern nur allmählich durch den Wind vom Fruchtboden abgelöst und ausgebreitet. Gelegentlich findet man noch im Frühjahr an den vertrockneten Blütenzweigen verbliebene Nüsschen.
Die Spierstaude ist eine uralte Heilpflanze, die vielfältige Verwendung fand. Unter anderem wurde sie bei Fieber, Rheuma und Entzündungen eingesetzt. Auch in der heutigen Pflanzenheilkunde wird sie noch als mildes Fiebersenkmittel geschätzt. Aus den Blüten wurde lange Zeit Salicylsäure, die auch in der Rinde von Weiden vorkommt, gewonnen. Heute wird dieser Wirkstoff als Acetylsalicylsäure chemisch hergestellt. Der Name der Spierstaude ist jedoch immer noch im Namen des einen oder anderen Medikaments, z.B. dem Aspirin, zu finden.
Die Spierstaude ist aber nicht nur von medizinischem Interesse. Die Blüten eignen sich z.B. sehr gut zum Aromatisieren von diversen Speisen und Getränken, denen sie einen süsslich-herben Geschmack verleihen. In England wird die Spierstaude Duftpotpourris beigemischt, um die Duftnote abzurunden.
«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland
«Biodiversität ist Leben – deshalb brauchen wir ökologisch produzierte Lebensmittel.»

Suzanne Oberer,
Präsidentin BNV

"Für unseren Betrieb ist die Biodiversität mittlerweile zu einem wichtigen Betriebszweig geworden. Diese Produktionsform ergänzt sich ausserdem sehr gut mit den anderen Betriebszweigen."

Rolf Schaffner, Bio- Landwirt