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Wiesen-Pippau, Crepis biennis

Wuchshöhe: 30 bis 100 cm
Stängel: aufrecht, erst im oberen Bereich verzweigt
Laubblätter: behaart, buchtig gezähnt bis fiederteilig, die “Zähne” sind abwärts gerichtet
Blüten: Blütenkörbchen bestehend aus leuchtend gelben Zungenblüten, die aussen nicht rot sind, Hüllblätter des Blütenkorbes dunkelgrün und filzig, wobei die äusseren Hüllblätter abstehend behaart und die inneren auf der Innenseite seidenhaarig sind.
Blütezeit: Mai bis Juli
Bestäubung: Bienen, Selbstbestäubung
Früchte: 10- bis 13-rippig, verschmälert, aber ohne Schnabel, hängen an einem reinweissen Pappus („Schirmchen“)
Ausbreitung: Wind
Standorte: nährstoffreichere Wiesen, an Wegen, auf leicht sauren Böden an sonnigen Standorten, Verbandscharakterart der Glatthaferwiesen (Arrhenatherion)
Diverses: Die Art erträgt Beweidung nur sehr schlecht und verschwindet mit der Zeit, wenn Mähwiesen in Weiden umgewandelt werden.
Es werden auch Früchte gebildet, wenn keine Befruchtung stattgefunden hat (Appomixis).
Die Früchte dienen verschiedenen Vögeln als Nahrung und sind auch als Kanarienvogel-Futter verwendbar.
In Griechenland werden verwandte Arten als Gemüse gegessen.
"Die Biodiversität und die Produktion von Nahrungsmitteln widersprechen sich nicht. Auch auf den Ökoflächen produzieren wir hervorragende Nahrungsmittel, einfach ein bisschen weniger."

Jürg Gysin, Landwirt
"Für unseren Betrieb ist die Biodiversität mittlerweile zu einem wichtigen Betriebszweig geworden. Diese Produktionsform ergänzt sich ausserdem sehr gut mit den anderen Betriebszweigen."

Rolf Schaffner, Bio- Landwirt
«Biodiversität ist Leben – deshalb brauchen wir ökologisch produzierte Lebensmittel.»

Suzanne Oberer,
Präsidentin BNV