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Wiesen-Platterbse, Lathyrus pratensis
Photo: Wiese-Platterbse, Lathyrus pratensisi
Wuchshöhe: 30 bis 90 cm
Stängel: vierkantig, kahl bis zerstreut behaart
Laubblätter: aus einem Fiederpaar und einer verzweigten Ranke bestehend, Teilblätter lanzettlich, meist deutlich längsnervig
Blüten: gelb, Blüten in Trauben von 3 bis 12 Stück
Blütezeit: Juni und Juli
Bestäubung: nur grosse, relativ schwere Bienen und Hummeln
Früchte: flache Schoten, die in der Regel 6 bis 12 leicht abgeflachte Samen enthalten
Ausbreitung: Austrocknungsstreuer, zufällige Ausbreitung z.B. durch Heu
Standorte: auf lehmigen und humusreichen Böden, meist auf feuchten, mässig nährstoffreichen Wiesen und an Wegrändern
Diverses: Die Wiesen-Platterbse benutzt manchmal benachbarte Pflanzen, z.B. Gräser, als Kletterhilfe.
Sie bildet, wie alle Fabaceen, Wurzelknöllchen, in denen sie symbiotische Bakterien (Rhizobien) beherbergt. Die Rhizobien sind fähig Stickstoff aus der Luft zu binden und in den Boden zu bringen. Es findet eine natürliche Düngung statt.
Die Wiesen-Platterbse wird von Weidetieren eher gemieden, da sie Bitterstoffe enthält. Sie ist jedoch die bevorzugte Raupenfutterpflanze des Senfweisslings (Leptidea sinapis).
"Die Biodiversität und die Produktion von Nahrungsmitteln widersprechen sich nicht. Auch auf den Ökoflächen produzieren wir hervorragende Nahrungsmittel, einfach ein bisschen weniger."

Jürg Gysin, Landwirt
«Biodiversität ist Leben – deshalb brauchen wir ökologisch produzierte Lebensmittel.»

Suzanne Oberer,
Präsidentin BNV

«Ökologische Leistungen müssen professionell erbracht werden und dürfen die Lebensmittelproduktion nicht nachteilig beeinflussen.»

Susanne Strub, Landrätin und Bäuerin