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Wolfsmilcharten, Euphorbia sp.CREATOR: gd-jpeg v1.0 (using IJG JPEG v62), quality = 100
Zypressen-Wolfsmilch (E. cyparissias)
Wuchshöhe: 15 bis 50 cm
Stängel: aufrecht, blühende und nicht blühende Triebe
Laubblätter: bläulichgrün, nichtblühenden Triebe sehen Tannenwedeln (Zypressenwedeln) ähnlich, oberste Blätter (Hochblätter) der Blütentragenden Triebe nicht verwachsen und erst gelb und zuletzt rot gefärbt.
Blüten: unscheinbar, mit halbmondförmigen, auffällig gelben Nektardrüsen, die zwei "Hörnchen" haben
Blütezeit: April bis Juni
Bestäubung: v.a. Bienen
Frucht: Kapselfrucht

Warzige Wolfsmilch (E. verrucosa)
Wuchshöhe: 25 und 50 cm
Stängel: aufrecht, im unteren Teil oft rötlich oder purpurfarben
Laubblätter: zahlreich, länglich-eiförmig, ganzrandig, selten klein gesägt, praktisch ungestielt
Blüten: in meist fünfteiliger Trugdolde, Hüllbecher der Blüten breit elliptisch und am Grund verschmälert, sowie kurz gestielt, Nektardrüsen oval und gelblich bis gelbbräunlich.
Blütezeit: Mai bis Juni
Bestäubung: v.a. Bienen
Frucht: Kapselfrucht, dicht mit halbkugeligen bis walzenförmigen Warzen besetzt

Ausbreitung: Selbstausbreitung, Ameisen.
Standorte: magere, trockene oder wechseltrockene, kalkigen Trocken- und Magerwiesen
Diverses: Bei Verletzungen der Pflanze wird sofort ein weisser Milchsaft ausgeschieden. Dieser enthält bis zu 15 % Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiss, Stärke und andere Stoffe und dient dem Wundverschluss und Frassschutz. Er ist stark giftig und die Wirkung verliert sich auch durch Trocknen nicht, aber die Wolfsmilch werden vom Weidevieh wegen ihres scharfen Geruchs und Geschmacks weitgehend gemieden. Es kann zu Vergiftungsfällen bei Rindern kommen, wenn grössere Mengen der Pflanze mit dem Heu aufgenommen werden.
Bei Hautkontakt können Irritationen entstehen.
Die Wolfsmilch wird manchmal vom Erbsenrost (Uromyces pisi) befallen. Dadurch ändert sich das Aussehen der Pflanzen stark.
«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland
«Ökologische Leistungen müssen professionell erbracht werden und dürfen die Lebensmittelproduktion nicht nachteilig beeinflussen.»

Susanne Strub, Landrätin und Bäuerin
"Für unseren Betrieb ist die Biodiversität mittlerweile zu einem wichtigen Betriebszweig geworden. Diese Produktionsform ergänzt sich ausserdem sehr gut mit den anderen Betriebszweigen."

Rolf Schaffner, Bio- Landwirt