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Gartenrotschwanz, Phoenicurus phoenicurus

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Der Gartenrotschwanz ist ein typischer Bewohner von Hochstamm- Obstgärten. Er brütet in den Höhlen in alten Bäumen und benutzt die Bäume um von ausladenden Ästen oder von Baumspitzen aus das Revier zu überblicken und mit seinem Gesang zu beschallen. Diese erhöhten Stellen, genannt "Warten" werden auch für die Jagd auf Insekten verwendet Die Insekten erbeutet er gerne auf Flächen mit kurzer Vegetation wie Gartenbeete, Rasenfläche, Wege oder andere offene Stellen. So ist auch das Wort "GArten" im Namen dieses Vogels zu erklären. Heute ist er relativ selten, und wird auch nicht oft in Gärten in der Siedlung angetroffen. Noch vor einigen Jahrzehnten waren jedoch die Dörfer von Gärten und Hochstammbäumen gesäumt. Gleichzeitig war das angrenzende Grünland sehr arten- und blütenreich. In diesen Blumenwiesen traf der Gartenrotschwanz auf viele Heuschrecken und Schmetterlinge. Die Gärten und Obstbäume gaben ihm Strukturen um diese Insekten optimal zu jagen. So ist zu erklären warum der Gartenrotschwanz von einem der häufigsten Vögel zu einer "Roten Liste Art" werden konnte.
Heute wird in der Landwirtschaft effizient produziert. Wiesen werden dazu öfters gedüngt und gemäht. Wiesenblumen ertragen das nicht und werden verdrängt. Die Hochstammobstbäume wurden stark dezimiert, da diese Form der Obstproduktion nicht marktkonform und auch nicht kostendeckend betrieben werden kann. Auch die "Pflanzblätz" sind stark zurückgegangen seit wir uns zu einer Dienstleistungsgesellschaft entwickelt haben.
«Für Biodiversität gesprochene Beiträge sind gut investiertes Geld.
Sie gelten gemeinwirtschaftlichen Leistungen ab, erlauben der Landwirtschaft Umweltschutzanliegen ernst zu nehmen und steigern gleichzeitig die Qualität der Landschaft.»

Mirjam Würth,
Präsidentin Pro Natura Baselland
«Mehr Biodiversität stabilisiert das landwirtschaftliche Produktionssystem und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge. Davon profitieren die Bauern und die Artenvielfalt. Das ist das Ziel des kantonalen Förderprogramms.»

Lukas Kilcher,
Leiter landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

«Ökologische Leistungen müssen professionell erbracht werden und dürfen die Lebensmittelproduktion nicht nachteilig beeinflussen.»

Susanne Strub, Landrätin und Bäuerin