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Hermelin, Mustela erminea & Mauswiesel, Mustela nivalis

Wieseli, wie hierzulande Hermelin und Mauswiesel genannt werden, führen ein äusserst heimliches Leben. Verborgen in Lesesteinhaufen und Hecken ziehen sie ihre Jungen auf. Auch das restliche Leben findet zu einem grossen Teil in Verstecken statt. Die gewieften Mausjäger bewegen sich mit Vorliebe in den unterirdischen Mausgängen und stellen ihrer Beute nach. In der Landwirtschaft sind sie geschätzte Gäste, da sie die Mauspopulationen dezimieren können. Eine Wiesefamilie frisst immernhin 50-100 Mäuse pro Woche!
Die Tiere werden seltener, da benötigte Verstecke oft fehlen. Eine optimale Wiesel-Landschaft ist gut strukturiert und bietet viele Ast- und Steinhaufen sowie Hecken und Altgrasstreifen. Weitere Informationen zu den Wiesel und zu Fördermassnahmen finden Sie auf der Homepage vom Wieselnetz oder in der Broschüre "Wieselfördermassnahmen".

Der Erlebnisraum Tafeljura nimmt sich der Wieselproblematik an und führt in den nächsten Jahren ein Förderprojekt für diese Tiere durch. Weitere Infos finden Sie auf der Homepage vom Erlebnisraum Tafeljura. Der Kanton unterstützt die Stossrichtung. Beim kantonalen Programm besteht die Möglichkeit Kleinstrukturen unter Vertrag zu nehmen. Allerdings müssen diese den Bedingungen entsprechen, bitte Informieren Sie sich im "grünen Formular".

Wir möchten Sie dazu aufrufen Wieselsichtungen zu melden. Haben Sie ein Wiesel gesehen? Bitte melden Sie das mit diesem Formular.
«Biodiversität ist Leben – deshalb brauchen wir ökologisch produzierte Lebensmittel.»

Suzanne Oberer,
Präsidentin BNV

«Mehr Biodiversität stabilisiert das landwirtschaftliche Produktionssystem und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge. Davon profitieren die Bauern und die Artenvielfalt. Das ist das Ziel des kantonalen Förderprogramms.»

Lukas Kilcher,
Leiter landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

"Für unseren Betrieb ist die Biodiversität mittlerweile zu einem wichtigen Betriebszweig geworden. Diese Produktionsform ergänzt sich ausserdem sehr gut mit den anderen Betriebszweigen."

Rolf Schaffner, Bio- Landwirt